Nach einer rund 5-stündigen Busfahrt durch wunderschöne Landschaften, sind wir im kleinen und staubigen Ort Wudangshanzen angekommen. Sich hier zurecht zu finden ist sehr schwierig, da kaum noch jemand Englisch spricht und alles in chinesischen Zeichen angeschrieben ist. Trotzdem haben wir es geschafft, von hier aus den richtigen Bus zu erwischen, welcher uns rund 1,5h auf einer engen und kurvigen Strasse in die Berge führte, nach Wudangshan.

Unsere Ankunft in Wudangshan bringt eine „Planänderung“ mit sich. Es ist nämlich so, dass wir uns entschieden haben, die kommenden Monate hier zu bleiben und uns dem Studium von Taichi, Qigong, den Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin und der chinesischen Sprache zu widmen. Einige Zeit hier zu bleiben und all das zu erlernen ist keine spontane Idee gewesen, sondern das Resultat eines längeren Prozesses, der bereits zu Hause begonnen und sich während unserer Reise noch zusätzlich verstärkt hat. Wir hatten unterwegs oft mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und haben einige Male am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, krank zu sein und keinen raschen Zugang zu medizinischer Versorgung zu haben. Wie wichtig unsere Gesundheit ist, war uns auch zu Hause bewusst. Wie sensibel sie ist, wurde uns unterwegs aber noch viel deutlicher gezeigt. Auch aus diesem Grunde wuchs unser Interesse an Möglichkeiten, die Gesundheit besser zu erhalten und einen Heilungsprozess aus eigener Kraft zu unterstützen.

Taichi, Qigong, traditionelle chinesische Medizin und die daoistische Denkweise sind aus unserer Sicht sehr gute Ansätze in diese Richtung. Die Berge von Wudang sind der Entstehungsort von Taichi und Qigong und für uns somit der ideale Ort, um diese “inneren Kampfkünste” in einer authentischen Art und Weise an ihrem Entstehungsort zu erlernen. Das einfache Leben hier oben wird für uns sicher eine Herausforderung werden, aber wir freuen uns darauf und sind gespannt was uns erwartet. 🙂

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