Nun haben wir bereits 6 Tage in Peking verbracht. Abgesehen von unserem etwas unglücklichen Start hat es uns hier ganz gut gefallen. Wir waren überrascht, wie modern vieles ist und wie gut die öffentlichen Verkehrsmittel vernetzt und auch beschrieben sind. Vor allem Patric, der vor 10 Jahren einmal hier war, hat die Stadt kaum wieder erkannt.

Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Menschenmassen, die man vielerorts in einem Ausmass antrifft, das wir bei uns nicht kennen. Und auch die Verständigung ist schwierig, da wirklich nicht viele Leute Englisch sprechen. Aber irgendwie haben wir es immer geschafft, verständlich zu machen was wir möchten. Wenn wir ein bestimmtes Ziel haben, lassen wir es uns im Hostel in chinesischen Schriftzeichen aufschreiben, so dass wir es den Leuten unterwegs zeigen können, falls wir nicht weiterkommen. Das hat bis jetzt ganz gut geklappt. 🙂 Übrigens ist auch das Essen sehr gut! Wir haben in der Zwischenzeit diverse Menüs ausprobiert und mögen die chinesische Küche sehr!

In und um Peking gibt es viele Sehenswürdigkeiten, wovon wir in den letzten Tagen einige besichtigt haben. Natürlich lassen wir euch gerne an unseren Entdeckungen & Erlebnissen teilhaben. Während unserer Zeit in China werden wir es jedoch vermeiden auf politische Themen einzugehen, da dies hier in gewisser Weise untersagt ist und streng überwacht wird.

Einen ersten Ausflug aus der Stadt heraus haben wir am Dienstag unternommen, als wir die “grosse Mauer” besucht haben. Sie wurde einst als Schutzmauer gebaut und sollte das chinesische Kaiserreich vor kriegerischen Völkern aus dem Norden schützen. Die Mauer zieht sich vom Gelben Meer bis in die Wüste Gobi. Der chinesische Name “Wan Li Changcheng” bedeutet “10’000 Li Lange Mauer”, wobei 10’000 Li rund 5’755 km entsprechen. Der Bau der grossen Mauer begann im 5. Jh. v. Chr. und wurde bis ins 16. Jahrhundert fortgeführt. Wir haben den 1983 restaurierten Abschnitt bei Mutianyu besucht. Dieser befindet sich etwas ausserhalb von Peking und ist nicht so touristisch. Hier zieht sich die grosse Mauer inmitten einer grünen, hügeligen Landschaft über steile Bergkämme und bietet ein fantastisches Bild.

Unser nächstes Ziel war die “verbotene Stadt”. Hier lebten und regierten während 500 Jahren 24 Kaiser. Den gewöhnlichen Chinesen war es untersagt auch nur in die Nähe der Palastmauern zu kommen, daher der Name “verbotene Stadt”. Alle Bauten sind bis ins letzte Detail verziert. Unter anderem findet man Symbole der kaiserlichen Macht wie Drache und Phönix (Kaiser und Kaiserin) oder Kranich und Schildkröte (Langlebigkeit der Herrschaft). Obwohl die farbigen Verzierungen an den Gebäuden nur teilweise erneuert wurden, strahlt die Anlage auch heute noch eine überwältigende Pracht aus.
Gegenüber vom Haupteingang der verbotenen Stadt, auf der anderen Strassenseite, befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit – der Tian’anmen Platz. Mit einer Fläche von mehr als 40ha ist er einer der grössten öffentlichen Plätze der Welt. Mitten auf dem Platz stehen das Mao-Mausoleum und das Denkmal der Volkshelden, die vor allem für chinesische Touristen ein grosser Anziehungspunkt sind.
Neben den geschichtlich interessanten Sehenswürdigkeiten haben wir auch ein paar Gebäude der neueren Zeit besichtigt: das Nationaltheater mit seiner etwas exotischen Architektur, die sich deutlich vom Stadtbild abhebt, den modernen CCTV Tower und das Olympia Stadion, in welchem 2008 die olympischen Spiele stattgefunden haben.

Hier ein Video zu oben erwähnten Menschenmassen. Glücklicherweise ist es nicht immer so, aber es gibt durchaus Tageszeiten, da nimmt man lieber ein Taxi… 😉

Video
Metro in Peking 

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