Flip Flops, Sonnencreme und möglichst wenig Kleidung – so fühlt man sich hier an der Karibikküste wohl. 🙂 Nach einem turbulenten Flug sind wir am Sonntag Abend in Santa Marta gelandet und gleich ins Nachbardorf Taganga weiter gefahren. Hier haben wir 1 Tag verbracht, um unseren Besuch im Tayrona Nationalpark zu planen.

Am Dienstag Morgen wurden wir abgeholt und zum Eingang des Nationalparks gefahren. Auf der Fahrt haben wir einen Österreicher getroffen, der uns mit eher unerfreulichen Nachrichten fast ein bisschen die Freude an unserem Ausflug verdorben hat. Er erzählte uns, dass er den Nationalpark eigentlich letzte Woche habe besuchen wollen. Doch gemäss Touristeninformation sei die Strasse wegen mehrtägigem Schusswechsel zwischen Militär und FARC gesperrt gewesen und erst seit gestern wieder für Besucher geöffnet. Wir fanden es unglaublich, dass wir nicht darüber informiert wurden. Offenbar hielten es weder das Hostel noch die Agentur, die wir besucht hatten, für nötig da die Strasse ja wieder geöffnet war. Jedenfalls kamen wir ohne Zwischenfälle im Park an und nach den ersten Schritten in der wunderschönen Landschaft rückte diese Nachricht nach und nach in den Hintergrund.

Der Tayrona Nationalpark ist bekannt für seine palmengesäumten Sandstrände, die mit riesigen Felsblöcken übersät sind. Benannt wurde er nach den einst hier lebenden indigenen Tayrona. Heute ist er einer der beliebtesten Nationalparks Kolumbiens. Wir haben 2 Tage im Tayrona Park verbracht. Am 1. Tag sind wir vom Eingang des Parks bis ganz nach hinten, zum Cabo San Juan, spaziert. Der Weg dorthin ist sehr abwechslungsreich und führt einen durch dichten Dschungel immer wieder zu wunderschönen Stränden. Das Klima ist wahnsinnig heiss und feucht, was vorallem den Weg durch den Sand zu einer Qual macht. An den meisten Stränden herrscht Badeverbot, da es gefährliche Strömungen gibt, die schon viele Menschen in den Tod gerissen haben. Somit hat es nur wenige Strände, an welchen Baden erlaubt ist. Diese waren jedoch so voller Leute, dass wir keine Lust hatten uns auch noch dazwischen zu quetschen. Die Nacht verbrachten wir im Camping von Arrecifes, da Cabo San Juan total ausgebucht war. Eigentlich wollten wir ein Zelt mieten, doch es waren bereits alle besetzt. So mussten wir uns mit einer stinkenden Hängematte zufrieden geben. Nach einer unglaublich kalten Nacht waren wir froh, als am nächsten Morgen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen am Horizont erschienen.

Den 2. Tag hat Eveline am Strand in Cabo San Juan verbracht und ich mit einer 4-stündigen Wanderung nach Pueblito. Das kleine Dörfchen befindet sich oberhalb der Küste, mitten im Dschungel. In den Jahren 450-1600 n. Chr. wurde es von den Tayrona Indianern bewohnt. Sie wollten sich den spanischen Eroberern nicht beugen und wurden im 17. Jahrhundert fast vollständig ausgelöscht. Heute leben noch schätzungsweise 6000 Kogis (sie gelten als direkte Nachfahren der Tayrona) in dieser Region, davon eine Familie in Pueblito. Nach diesem schweisstreibenden Ausflug ging ich zurück zum Strand, wo Eveline auf mich wartete. Erst ein Sprung ins kühle Nass, danach relaxen im Schatten der Palmen – das war schön. Wir verbrachten noch eine Weile am Strand, bevor wir uns schliesslich auf den Rückweg machten. Einmal mehr hatten wir 2 wunderschöne Tage mit unvergesslichen Erlebnissen und imposanten Eindrücken. Die nächsten Tage wollen wir in Taganga verbringen, wo wir ausspannen und die Sonne geniessen werden.

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