Wie in unserem letzten Beitrag erwähnt, haben wir Silvester in Bogota verbracht. Wir dachten, dass in der Hauptstadt bestimmt eine riesige Party steigen würde, doch wir wurden eines besseren belehrt. Als wir kurz nach 20:00 Uhr essen gehen wollten, stellten wir fest, dass alles geschlossen war. Kein Restaurant geöffnet, keine Bar – einfach nichts und die Strassen menschenleer. Irgendwo fanden wir dann einen kleinen Laden, in welchem wir Spaghetti und Bier kaufen konnten. So sind wir mit Spaghetti und Bier ins neue Jahr gerutscht. Wie wir nachträglich herausgefunden haben, feiern die Kolumbianer den Jahreswechsel im Kreise der Familie. Tja… so lernt man immer wieder Neues dazu. 🙂

Um so überraschter waren wir, als wir am Sonntag Abend in Salento eintrafen und in dem kleinen Städtchen einen riesen Rummel vorfanden. Der Hauptplatz war voller Leute, aus den Bars dröhnte laute Musik und irgendwie schien der ganze Platz aus einer Masse tanzender und singender Menschen zu bestehen. Nachdem wir im Hostel eingecheckt hatten, stürzten wir uns auch noch ins Getümmel um ein bisschen nachzufeiern.

Am nächsten Morgen standen wir früh auf, um eine ca. 5-stündige Wanderung durch das Valle de Cocora zu machen. Kurz nach 07:00 fuhren wir mit einem Jeep zum rund 30 Minuten entfernten Valle de Cocora. Von hier startete der Circuit, der uns erst durch den unteren Teil des Tales führte, von wo aus man die riesigen Wachspalmen an den umliegenden Hügeln bestaunen kann. Nach rund 30 Minuten waren wir bereits am Rande des Nebelwaldes. Wir konnten kaum glauben wie üppig die Natur auf dieser Höhe ist! Auf über 2000m sah es aus wie im tiefsten Dschungel – eine wunderschöne Umgebung. Wir folgten dem Weg durch den Nebelwald, überquerten diverse Flüsse und kamen schliesslich zum Reserva Natural Acaime, wo man etwas trinken und unzählige Kolibris beobachten kann. Nach einer heissen Schokolade gings hoch auf rund 3000m zur Finca La Montaña. Hier verspeisten wir unsere Sandwiches und genossen den wunderbaren Ausblick auf den Nebelwald. Ab hier führte der Weg wieder hinunter zum Ausgangspunkt. Der Abstieg mitten durch die riesigen Wachspalmen und vorbei an saftig grünen Wiesen war einfach fantastisch. Ein wunderbarer Tag, den wir mit einer leckeren Pizza und einem kühlen Bier abgeschlossen haben.

Eigentlich wollten wir hier in der Umgebung auch noch eine Kaffee-Farm besichtigen. Doch leider regnete es am nächsten Tag fast ununterbrochen und so blieben wir im Hostel. Auch für die kommenden Tage war die Prognose so schlecht, dass wir uns schliesslich dazu entschieden haben, früher als geplant abzureisen. Somit verlassen wir Salento morgen und reisen weiter nach Medellin, wo es sonniger und wärmer sein soll. 🙂

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