Mit viel Neugier, aber auch etwas Respekt sind wir kurz vor Weihnachten in der sagenumwobenen Hauptstadt Kolumbiens angekommen. Die Stadt liegt auf 2640m und beherbergt rund 8 Mio. Einwohner. Dank der Nähe zum Äquator ist das Klima hier trotz der Höhe relativ angenehm, die Tagestemperaturen liegen um 18 Grad.

Unser Hostel befindet sich im nördlichen Teil von Bogotá, in der Zona Rosa. Hier ist alles sehr modern und das Viertel so sicher, dass man sich sogar Abends draussen aufhalten kann. Es gibt hier fast nur riesige Shopping Center, wunderbare Restaurants, trendige Bars, Cafés und dazwischen ein paar Wohnhäuser. Die Atmosphäre ist lebendig, fröhlich und hat fast ein bisschen das Flair eines Ferienortes.

Natürlich haben wir auch das Altstadtviertel “La Candelaria” besucht, wo sich die meisten Touristen aufhalten. Dort gibt es ein paar schöne Kolonialbauten, viele Museen, Theater, Cafés und Restaurants. Im Allgemeinen empfanden wir dieses Viertel jedoch als hektischer, lauter und auch trister als “unser” Wohnviertel Zona Rosa.
Was uns aber sehr positiv überrascht hat, war ein Besuch im Polizeimuseum, welches sich in “La Candelaria” befindet. Bei unserem Eintreffen wurden wir in einen Wartesaal gebracht und gebeten, auf unseren Guide zu warten. Wir staunten nicht schlecht, als nach 2 Minuten ein junger Polizeianwärter kam und uns in nahezu perfektem Englisch begrüsste. Er führte uns durch das ganze Museum und erzählte sehr viel über Geschichte und Kultur in Kolumbien. Während der Führung wurden wir sogar noch zu einer Tasse Kaffee eingeladen und als der Direktor des Museums plötzlich auftauchte wollte er uns gleich mit ihm bekannt machen. Dazu kam es dann aber doch nicht, weil der Direktor sofort von einem Polizisten abgeholt und zu einer Besprechung gebracht wurde. Nach rund 1 Stunde war die Führung beendet, wir beide um viele Einblicke in die (Polizei)Geschichte reicher und das alles gratis.
Am selben Tag machten wir auch noch einem Ausflug auf den Berg Monserrate, von wo aus man eine wunderbare Aussicht über Bogotá hat. Auf dem Berg thront eine imposante Kirche und rund herum gibt es einen schönen Park, der zum Verweilen einlädt.

Unser erster Eindruck von Kolumbien ist einfach nur grossartig! Die Menschen begegnen uns mit einer Offenheit und Freundlichkeit, wie wir sie bisher in keinem anderen Land angetroffen haben. Wenn wir irgendwo auf der Strasse stehen und nach dem Weg suchen, werden wir oft von Leuten gefragt wo wir hin möchten und ob sie uns helfen können. Am Busbahnhof hat uns ein Polizist persönlich zum richtigen Terminal gebracht. Und in einer Bar hat uns der junge Besitzer mit vielen nützlichen Infos über Kolumbien versorgt und schliesslich darauf bestanden, dass die konsumierten Getränke für uns gratis sind… Es ist einfach schön, sich in einem Land so willkommen zu fühlen.

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