Einmal mehr führt unsere Reise über die Grenze und zurück nach Argentinien, in den Nationalpark Los Glaciares. Hier kann man riesige Gletscher wie den Perito-Moreno, Upsala und den Viedma bestaunen. Diese 3 Gletscher sind Teil des Campo de Hielo Patagónico Sur – der größten zusammenhängenden Eismasse außerhalb der beiden Pole und Grönland.

Unseren ersten Tag haben wir in El Calafate verbracht, einer hübschen Kleinstadt am Ufer des Lago Argentino. Von hier aus gibt es verschiedene Möglichkeiten, die umliegenden Gletscher zu besichtigen. Wir haben uns für den öffentlichen Bus entschieden, der sowohl an der Boots-Station wie auch beim Perito-Moreno-Gletscher hält. Erst haben wir den Gletscher vom Boot aus besichtigt, was zwar schön aber eher unspektakulär war. Nach der 1-stündigen Fahrt wartete bereits der Bus, welcher uns schliesslich zur letzten Station, dem Gletscher brachte. Hier staunten wir nicht schlecht, als wir die Karte mit den möglichen “Wander-Routen” sahen. Es gibt unzählige Aussichtspunkte mit verschiedensten Blickwinkeln auf den Perito-Moreno-Gletscher und ein Aussichtspunkt ist fantastischer als der andere. Wir haben volle 5 Stunden damit verbracht, den gigantischen Gletscher zu bestaunen und dem Knacken des Eises zu lauschen. Ab und zu lösten sich riesige Eisbrocken, die begleitet von lautem Grollen in den See gefallen sind. Ein unglaubliches Naturschauspiel, das uns voll und ganz in seinen Bann gezogen hat.

Nach ein paar Tagen in El Calafate fuhren wir weiter, in das 3 Bus-Stunden entfernte El Chaltén. Dieses malerische Dörfchen liegt am nördlichen Rande des Nationalparks Los Glaciares und bietet den direktesten Zugang zu den Bergmassiven des Cerro Torre und Fitz Roy. Bei unserer Ankunft regnete es und die Wolken hingen so tief, dass man nicht einmal den Ansatz eines Berges sehen konnte. Leider blieb das Wetter das ganze Wochenende über so schlecht, dass wir es vorzogen im warmen Hostel zu bleiben.

Doch dann kam der Montag Morgen – ein strahlend schöner Tag mit stahlblauem Himmel und den hoch aufragenden Granitbergen direkt vor unserem Hostel. Wir hüpften aus dem Bett, machten ein paar Sandwiches und los ging unsere Wanderung zur Laguna Torre. 3 Stunden und 8.5km später hatten wir die Laguna Torre erreicht und konnten den steil aufragenden Cerro Torre bestaunen. Nach einem gemütlichen Mittagessen machten wir uns auf den Rückweg nach El Chaltén. Wir wussten, dass das Wetter am nächsten Tag wieder umschlagen würde und so entschied sich Pädu, weiter zu wandern um auch den Fitz Roy und die Laguna de los Tres zu sehen. Meine Wanderung endete nach 6 Stunden unter der heissen Dusche, während Pädu erst nach 10 Stunden ins Hostel zurück kam. Müde aber glücklich sahen wir uns an diesem Abend gemeinsam die Fotos an, bei gutem Essen und einem Glas Wein. Die Anstrengung an diesem Tag hat sich gelohnt, denn am nächsten Tag regnete es wieder…

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