Am Mittwoch haben wir Cusco verlassen und sind mit dem Bus zu unserer letzten Station hier in Peru gefahren, nach Puno am Lago Titicaca. Die Strecke von Cusco nach Puno  gilt als eine der schönsten des Landes – die Bilder sprechen für sich… 🙂

Der Lago Titicaca liegt auf einer Höhe von 3810m und ist das höchst gelegene schiffbare Gewässer der Erde. Mit seiner Grösse (194km lang und 65km breit), dem satten Blau und den verschiedenen Inseln sieht er fast aus wie ein Meer.

Wir wollten uns eine Schifffahrt auf dem Titicaca See nicht entgehen lassen und haben am Donnerstag einen Tagesausflug auf 2 der Inseln auf der peruanischen Seite gemacht: die  “schwimmenden Inseln” der Uros und die Insel Taquile.

Die Uros sind eine Gruppe indigener Menschen, die heute noch 49 dieser schwimmenden Inseln auf dem Lago Titicaca bewohnen. Zwar kann man die besiedelten Inseln nicht besuchen, dafür haben die Uros aber eigens für den Tourismus ein paar Inseln nachgebaut, auf welchen sie einen Einblick in ihre Lebensweise gewähren. Zum Bau der Inseln wird Totora-Schilf verwendet, welches kreuzweise aufeinander geschichtet wird. Auch die Häuser und Boote sind aus diesem Schilf gebaut. Ursprünglich dienten die schwimmenden Inseln als Schutz vor kriegerischen Stämmen (z.B. den Inkas). Immer wenn ein Angriff drohte, lösten die Uros die Verankerung und zogen sich auf den See zurück.

Später sind wir mit dem Schiff auf die 3 Stunden entfernte Insel Taquile gefahren, wo wir bei einer einheimischen Familie zum Mittagessen eingeladen waren. Nach dem Essen wanderten wir rund 1 Stunde zwischen landwirtschaftlich genutzten Terrassen und Eukalyptusbäumen über die Insel, genossen die warmen Sonnenstrahlen und die wunderschöne Aussicht über den Lago Titicaca.

Auf der Rückfahrt nach Puno hatte unser Schiff eine Panne – das Steuerkabel war gerissen. Da am Nachmittag der Wind über dem See auffrischt und die Wellen höher werden, waren wir während ca. 45 Minuten dem rauhen Seegang ausgeliefert. Das kleine Schiffchen schaukelte wie wild in den Wellen und bereits nach 15 Minuten waren die ersten Leute seekrank. Wir dachten nach unserer Galapagos-Reise wären wir seetauglich geworden, doch auch Eveline sass nach kurzer Zeit hinten auf dem Schiff an der frischen Luft und kämpfte gegen den Brechreiz an… 🙂 Zum Glück konnte der Kapitän das Boot vor Einbruch der Dunkelheit reparieren und brachte uns sicher zurück nach Puno.

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