Am Samstag Morgen um 10:00 Uhr gings los mit unserer 2-tägigen Tour zum Machu Picchu. Zuerst wurden wir mit einem Minibus von Cusco nach Ollantaytambo gebracht, von wo aus wir mit der Bahn nach Aguas Calientes fuhren. Um 15:00 Uhr sind wir in Aguas Calientes angekommen. Das kleine Dörfchen befindet sich am Rande des Regenwaldes und ist umgeben von grünen, hochaufragenden Bergen. Nach Essen und Besichtigung des Dorfes sind wir früh schlafen gegangen, damit wir am nächsten Tag fit sind für den Machu Picchu. 🙂

Am Sonntag Morgen um 05:30 standen wir am Busterminal und waren rund 30 Minuten später vor dem Eingangstor zum Machu Picchu. Hier fanden wir bereits eine riesige Warteschlange vor, doch zum Glück kamen wir relativ schnell vorwärts und waren pünktlich zum Sonnenaufgang oben auf dem Aussichtspunkt. Allein die Aussicht über die unter uns liegende Anlage war einmalig, doch als dann noch die Sonne über die Berggipfel kam und den Machu Picchu Stück für Stück in goldgelbes Licht tauchte war der Anblick einfach atemberaubend.

Um 08:00 begann unsere Führung durch die im 15. Jahrhundert erbaute Anlage. Wir erhielten viele spannende Informationen über die Inkas. So zum Beispiel, dass sie die Terrassen einerseits zum Anbau von Getreide gebaut haben, anderseits aber auch zum Stabilisieren der Stadt auf dem Bergrücken. Weiter haben wir erfahren, dass sie dank der Terrassen das Getreide akklimatisieren konnten, indem sie es Jahr für Jahr eine Stufe höher anpflanzten und so auch Nahrungsmittel hatten, die auf dieser Höhe normalerweise nicht wachsen. Was uns auch sehr fasziniert hat – die Inkas haben erdbebensicher gebaut. Sie haben die Steine so aufeinander geschichtet, dass das Mauerwerk flexibel ist und somit Erdbeben stand hält.
Mitten in der Stadt fand man einen Sonnentempel mit 2 Fenstern. Anhand des Lichteinfalls der Morgensonne konnten die Inkas feststellen, in welcher Jahreszeit sie sich befinden. Am 21. Juni scheint die aufgehende Sonne genau in das nach Osten gerichtete Fenster und am 22. Dezember in das nach Südosten liegende Fenster. So konnten Sommer- und Wintersonnenwende bestimmt werden. Ja, so haben wir 2 Stunden mit Geschichte und Staunen verbracht.

Um 10:15 brachte der Guide Pädu und mich zum Eingang des Huayna Picchu, der 2x pro Tag von 200 Personen bestiegen werden darf. Von hier hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Machu Picchu und das umliegende Gebiet. Wir brauchten rund 50 Minuten um die steilen Treppen bis zum Gipfel zu erklimmen. Oben angekommen wurden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Für mich ehrlich gesagt schon fast zu viel des Guten – denn auf dem Gipfel war wenig Platz und man musste sich auf kantigen Felsblöcken bewegen. Auf diesen Felsen sitzend (ich fast liegend) konnten wir auf allen Seiten die senkrecht abfallenden Felswände runter sehen. Schön, aber ich war froh, als wir wieder unten auf dem Machu Picchu waren 🙂

Wir verbrachten noch ein paar Stunden auf dem Machu Picchu, bevor wir uns am späten Nachmittag von diesem faszinierenden Ort verabschiedeten und den Rückweg nach Cusco in Angriff nahmen.

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